Im Archiv haben wir die Interviews des Monats aus den letzten beiden Jahren gesammelt


ERSTE HILFE KANN LEBEN RETTEN

Interview mit Marion Conrad von den Johannitern

- von Luisa -

Vor kurzem boten uns die Johanniter einen Erste-Hilfe-Kurs an. Sie bilden die Schüler zu Sanitätern aus und auch die Erste-Hilfe Kenntnisse der Lehrer werden öfters aufgefrischt. Die Goethe Realschule arbeitet seit mehr als 15 Jahren mit den Johannitern zusammen. Außerdem kooperieren wir mit den Johanniter-Ordenshäusern.

Wieso haben Sie sich dazu entschlossen bei der Hilfsorganisation anzufangen?

Mich interessiert es, anderen Leuten zu helfen und Menschen zu zeigen, wie man anderen Leuten hilft, die Hilfe benötigen.

Was sind Ihre Aufgaben?

Meine Aufgaben liegen vermehrt im organisatorischen Bereich (Ausbildungsleitung). Ich vermittle die Aufgaben eines Erste-Hilfe Kurses an entsprechenden Trainer. Trainer sind solche Personen, die in Schulen oder Betriebe gehen und dort Erste-Hilfe Maßnahmen vermitteln. Selbstverständlich werden auch Fahrschulanfänger geschult. Deshalb hat die JUH auch den UPS Road Code ins Leben gerufen.

Wie wurden Sie ausgebildet?

1. Bewerbung an der Johanniter-Akademie in Münster.

2. Interne Schulungen im Rettungsdienst.

3. Praxisphase bei erfahrenden Trainern.

Sind Sie gerne Johanniter?

Ja natürlich, es ist immer wieder eine neue Herausforderung.

Wie lange sind Sie schon Johanniter?

Seit 10 Jahren.


Interview des Monats mit Frau Schepsmeier, Umweltberaterin der Stadt Löhne

 - von Jil -

1. Wie kamen Sie darauf, Umweltberaterin zu werden?

Eigentlich bin ich ausgebildete Ernährungsberaterin, doch weil ich schon als Kind sehr viel draußen war, hatte ich ein tiefes Interesse am Thema Umwelt. Mit dem naturwissenschaftlichen Studium habe ich heute eine sehr gute Basis für meinen Job.

2. Wie läuft Ihr typischer Arbeitstag ab?

Als erstes gehe ich entgangene E-Mails und Anrufe sowie die Zeitung durch. Dringendste Anfragen erledige ich sofort und plane dann meinen Tag:  Besprechungen vorbereiten und moderieren, Termine bei Schulen vorbereiten und durchführen, Pressegespräche führen, große öffentliche Veranstaltungen organisieren usw.

3. Wie hat sich der Beruf in den 25 Jahren verändert?

In meinem Beruf muss ich sehr flexibel auf aktuelle Anforderungen reagieren können: So spielte in den ersten Monaten der Reaktorunfall in Tschernobyl die zentrale Rolle. Später gab es viel Unsicherheit und Beratungsbedarf bei Skandalen wie BSE bei den Kühen oder Gentechnik in unserer Nahrung. Lange habe ich mich um die Umstellung der ganzen Stadt auf Recyclingpapier gekümmert. Heute ist mein Hauptarbeitsfeld der Klimaschutz.

4. Sie setzen sich ja sehr für Fahrradfahren ein und begleiten auch Aktionen im Bereich Mobilität. Was genau machen Sie?

Mit dem Klimabündnis Löhne haben wir schon mehrfach große Aktionen auf der gesperrten Lübbeckerstr. gemacht, wo jeder auf die Straße konnte. Man konnte da Fahrradfahren, Musik machen, chillen, mit Kreide malen …Es gab sogar eine Kuh am Schlagzeug. So zeigt man: Die Straßen und Plätze einer Stadt sind in erster Linie für die Menschen da, nicht für die Autos.

5. Wie kam diese Aktion an?

Sie kam wirklich sehr gut an!

6. Es gibt in der Grundschule die Heftchen, wo man einen Aufkleber kriegt für jeden Schulweg, den man ohne Auto erreicht hat. Denken Sie, das hilft?

Ich weiß, dass die Europaweite Mitmachaktion Grüne Kindermeilen sehr gut ankommt. In Löhne machen seit 2002 jedes Jahr alle Grundschulkinder mit und ganz viele andere Länder in Europa sind auch dabei. Pro Jahr kommen so 2 Millionen Kindermeilen zusammen. Das sind 2 Millionen vermiedene Autofahrten. Natürlich macht das Sinn.

7. Sie kommen ja jedes Jahr zu uns an die Schule. Was erzählen Sie den Schülern?

Ich möchte die Schülerinnen und Schüler stolz machen auf das, was sie bewirken können. Ich bilde sie aus zu Expertinnen und Experten: für Mülltrennung, für Papier und Wald und für Klimaschutz. Ich finde es wichtig, die Zusammenhänge zu verstehen und zu erkennen, wo ich auch schon als ganz junger Mensch meine Welt mitgestalten kann.

8. Was wünschen Sie sich in diesem Thema von jungen Leuten?

Ich wünsche mir, dass sie wach und interessiert bleiben und sich austauschen. Wir brauchen Menschen, die verstehen, dass man nicht so an der Erde nagen kann und die Rohstoffe nicht gedankenlos aufbrauchen sollte.

9. Zum Thema Umwelt gehört ja nicht nur Mülltrennung, sondern auch, dass die ganzen Autos die Luft dreckig machen. Deswegen bietet Löhne Carsharing an. Was ist das?

Dabei teilt man sich mit anderen Personen ein Auto. Die meisten Autos sind ja Stehautos: sie stehen 23 Stunden ungenutzt herum. Da liegt es nahe, weniger Autos herzustellen und zu kaufen und stattdessen die, die man für seine Mobilität braucht, gemeinsam und auf schlaue Weise mit anderen zu teilen.

10. Wie viele Personen machen das ungefähr und wie alt sind die?

In Löhne waren wir am Anfang 3 Personen, jetzt sind es schon 60. Die Leute sind zwischen 20 und 70 Jahre alt. Ich wünsche mir, dass vor allem auch Jüngere Menschen zu unserer nächsten Ausprobier-Aktion kommen.

11. Wie viel kostet das?

Die Grundgebühr beträgt einmalig 75 Euro. Danach kostet jeder Kilometer 28 ct. Das ist sehr günstig. Auch bieten wir immer wieder Sonderaktionen an zum Beispiel für Leute mit einem Bus-Abo.

12. Sind Sie selbst auch Carsharerin?

Aber Ja! Ich komme jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit. Wenn ich mal mein Heimatdorf im Kreis Minden-Lübbecke besuchen möchte oder etwas Größeres einkaufen muss, leihe ich mir einfach ein Auto aus dem Carsharing Löhne.



Unser Hausmeister Herr Wieghardt im Interview des Monats

- von Luisa -

Warum haben Sie den Beruf Hausmeister gewählt?

Ich hatte schon immer Lust mit Menschen zu arbeiten, außerdem ist der Beruf abwechslungsreich.

Seit wann üben Sie diesen Beruf aus?

1993 habe ich als Hausmeister angefangen, also seit 23 Jahren.

Welchen Beruf haben Sie erlernt?

Den Beruf Hausmeister kann man nicht erlernen, dafür habe ich aber zwei handwerkliche Berufe erlernt.

Wie lange sind ihre Arbeitszeiten täglich?

Von 6:30-15:00 Uhr. Aber meistens arbeite ich auch länger.

Was ist ihr Aufgabenbereich?

Ich bin für die Überprüfung aller Geräte zuständig, das Schwimmbad und die Grundschule ebenfalls…

Macht ihnen ihr Job Spaß?

Ja natürlich, sonst wäre ich kein Hausmeister.

Welche Nach-/Vorteile hat ihr Job?

Vorteile: Es ist ein sehr abwechslungsreicher Job, eigenständige Arbeit, alle Schüler und Lehrer sind nett.

Nachteile: Was mich nervt ist, wenn es so dreckig ist, z.B. die Toiletten.

Verstehen Sie sich mit den Schülern und Lehrern gut?

Ja ich habe ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu den Schülern.

Hat sich etwas im Laufe der Jahre als Hausmeister verändert?

Viel mehr Technik, es wird alles über Computer gesteuert (Technische Anlagen).

Was sind ihre Hobbys?

Sport im Allgemeinen, aber mein Lieblingssport ist Handball. Außerdem habe ich zwei Kinder, einen Jungen, der 19 Jahre alt ist, und ein Mädchen, das 22 Jahre alt ist.


Herr Schütte im Interview des Monats

Zum Schuljahresende verabschiedete sich unser langjähriger Berufsberater Herr Schütte in den Ruhestand. Celina blickte in einem Interview auf die Zeit an unserer Schule zurück.

Was macht man als Berufsberater?

Herr Schütte: Der Berufsberater hat die Aufgabe, junge Menschen durch Beratung und Informationen zu ihrer eigenen Berufswahlentscheidung zu führen. Er soll ihnen nicht die Entscheidung abnehmen, sondern so helfen, dass sie sich selber entscheiden können.

Braucht man eine bestimmte Ausbildung?

Herr Schütte: Jeder kann sich als Berufsberater bezeichnen, aber Leute von der Agentur haben eine lange Ausbildung an der Fachhochschule oder im gehobenen Dienst hinter sich.

Seit wann sind Sie Berufsberater?

Herr Schütte: Ich bin seit 1975 bei der Agentur und seit 1986 Berufsberater.

Haben sich die Aufgaben des Berufsberaters zu früher geändert?

Herr Schütte: Es ist natürlich viel Neues dazu gekommen. An der Beratungsarbeit hat sich nichts geändert, aber die Menschen haben sich stark verändert. Bei den Schülern von früher und heute sieht man einen Unterschied.

Wie findet man den richtigen Beruf?

Herr Schütte: Es gibt verschiedene Wege. Zum einen das Beratungsgespräch, wo man durch das Beantworten von Fragen herausfindet, welches Berufsfeld zu einem passt. Den  richtigen Beruf zu finden ist schwierig, da ganz viele Faktoren dazu beitragen, wie zum Beispiel Interessen und Fähigkeiten. Aber auch eigene Ansprüche sollten erfüllt werden, wie z.B. ein angesehenen Beruf. Auch die Familie kann einen Einfluss darauf haben. Dazu kommt noch, das es heutzutage ein großes Angebot vieler verschiedener Berufe gibt, wodurch sich die Auswahl ebenfalls erschwert.

Mit wem hat man als Berufsberater zu tun?

Herr Schütte: Ich führe Gespräche mit Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 25.

Bekommt man eine Rückmeldung von Leuten, die man beraten hat?

Herr Schütte: Häufig verliert man sich nach einem Beratungsgespräch aus den Augen. Wir bieten aber auch Ausbildungsplätze an, weshalb man manchmal mitbekommt, wenn jemand an einer Stelle angenommen wurde. Einige Leute geben auch eine Rückmeldung und bedanken sich, aber dies ist selten.

Wie lange und wie oft waren Sie an unserer Schule?

Herr Schütte: Ich war jetzt 27 Jahre Berufsberater an dieser Realschule. Alle vier bis fünf Wochen  kam ich für einige Sprechstunden vorbei.

Wo arbeiteten Sie alles?

Herr Schütte: Ich betreue zwei Realschulen, zwei Hauptschulen und das Berufskolleg in Löhne. Außerdem helfe ich auch noch Menschen die keine Schule mehr besuchen.


Frau Hölling im Interview des Monats

- von Enna und Sophie -

Fr. Hölling ist schon 22 Jahre Sekretärin an der GRS. Jeden Morgen fängt sie um 08:00 Uhr an und hört um 13:00 Uhr auf. In den Ferien arbeitet sie nur eine Woche, bis sie dann Urlaub hat.

Ihre Aufgaben als Sekretärin sind vielfältig. Natürlich muss sie für die Schüler da sein. Außerdem übernimmt sie sämtliche Verwaltungsaufgaben. So muss sie Daten für Schüler aufnehmen, Akten führen oder auch Briefe schreiben, z.B. an die Eltern. Zudem ist sie die erste Ansprechpartnerin für Lieferanten, Eltern, Besucher, Lehrer, Schüler und für die Stadtverwaltung.Sie ist quasi das Mädchen für alles.

Sie findet, das Schönste an ihrem Job ist die Zusammenarbeit mit den Kindern. Sie sagte uns, dass jeder Lehrer sehr nett sei und dass sie sich mit jedem sehr gut verstehen würde.


Interview mit Heike Luchtmeier (November 2015)

Heike Luchtmeier ist

Vorsitzende des Fördervereins. Im Interview stellt sie ihre Aufgabenbereiche kurz vor.

Frau Luchtmeier, vor einigen Monaten haben Sie die Aufgabe als Vorsitzende des Fördervereins übernommen. Warum stellen Sie sich für dieses Amt zur Verfügung?

Die Kinder der ehemaligen Vorstandsmitglieder haben im Sommer die Schule verlassen, weshalb ein neues Team gesucht wurde. Ich habe mich zur Verfügung gestellt, weil ich es wichtig finde, die Kinder in der Schule zu begleiten. Außerdem war ich immer ehrenamtlich engagiert, auch in der Grundschule. Die Arbeit für den Förderverein ist zudem sehr sinnvoll.

Ist das neue Team bereits akiv geworden?

Ja, wir haben bereits eine Fördervereinssitzung durchgeführt und mit Frau Goldstein über mögliche Aktivitäten und Ziele gesprochen. Zudem grillen wir beim Elternsprechtag.

Welche Ziele wollen Sie mit ihren Vorstandskollegen umsetzen?

Der ehemalige Vorstand hat tolle Aufbauarbeit geleistet und viele Aktionen begründet. Diese wollen wir zunächst einmal weiterführen. Ausbauen wollen wir den Bereich der Schulkleidung. Diese soll demnächst auch auf der Homepage angeboten werden. Dort werden wir unser Team demnächst auch vorstellen. Uns fehlt allerdings noch ein gemeinsames Foto.


Frau Kretschmann im Interview des Monats

- von Enna und Sophie -

Wir haben für euch Verena Kretschmann interviewt. Sie ist 32 Jahre alt und ist verheiratet. Ihre Lieblingsfarbe ist grau und sie mag am liebsten kleine Äffchen und Erdmännchen. Die Hobbys von Frau Kretschmann sind lesen und am liebsten verreist sie in andere Länder, um interessante Dinge und Leute kennenzulernen. Wenn sie mal Zuhause ist, dann guckt sie am liebsten Shopping Queen oder spannende Filme. Ihr größter Traum ist es, erst ein halbes Jahr in Deutschland und dann ein halbes Jahr in Kalifornien zu leben, denn sie hat schon einmal über längere Zeit in Kalifornien gelebt. Warum sie Lehrerin geworden ist, wollten wir natürlich auch wissen. Sie sagte uns, dass sie seit ihrem 5. Lebensjahr Lehrerin werden wollte. Sie war schon auf drei Schulen und die GRS ist die vierte Schule. Sie hat auch schon in einer Grundschule unterrichtet. An unserer Schule unterrichtet sie in der Flüchtlingsklasse Deutsch, hat aber auch Religion erlernt. Natürlich haben wir sie auch gefragt, wie sie mit den Flüchlingen arbeitet und was sie mit ihnen erreichen möchte. Sie sagte, dass es jetzt viel leichter ist als am Anfang und dass sie mit Bildern arbeiten, da man dadurch schnell lernen kann. Erreichen möchte sie, dass die Kinder richtig Deutsch sprechen und normal leben können wie alle Kinder in Deutschland. Sie sagte uns, dass sie diese Schule mag, weil sie gerne mit den Schülern zusammen ist und mit ihnen Spaß hat, auch, weil alle Schüler so unterschiedlich sind.